Ukrainische Fachdelegation zu Besuch
Fachaustausch zu psychosozialen Hilfsangeboten für traumatisierte Menschen
Eine Delegation aus der ukrainischen Solidarpartnerstadt Horishni Plavni war zu einem Fachaustausch in Friedrichshafen zu Gast. Im Mittelpunkt des Besuchs standen psychosoziale Unterstützungsangebote und die Frage, wie Menschen mit traumatischen Erfahrungen bestmöglich begleitet werden können.
Zur Delegation gehörten die stellvertretende Bürgermeisterin von Horishni Plavni, Nadiia Uhnicheva, die Leiterin einer sozialen Einrichtung, Nadiia Sakun, zwei Therapeutinnen sowie ein Fahrer.
Organisiert wurde der mehrtägige Besuch vom Verein Brücke nach Horishni Plavni e. V., der die Solidarpartnerstadt seit 2024 unterstützt. Gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen in Friedrichshafen und der Region stellte der Verein ein vielseitiges Fachprogramm auf die Beine. Die Gäste erhielten Einblicke in unterschiedliche Bereiche der psychosozialen und sozialen Arbeit. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche im Zentrum für Psychiatrie Weissenau, im Gemeindepsychiatrischen Zentrum Friedrichshafen, bei der Suchtberatung im Haus der kirchlichen Dienste, in der Arkade als Beispiel für niederschwellige soziale Arbeit sowie im Lukas-Klinikum der Stiftung und im Klinikum Friedrichshafen.
Auch der persönliche Austausch kam nicht zu kurz: Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Bürgermeister Stauber wurden Kontakte vertieft und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit ausgelotet. Im Mittelpunkt standen dabei auch die Herausforderungen, die der Krieg in der Ukraine für die psychosoziale Versorgung mit sich bringt. Viele Menschen sind durch Kriegserfahrungen traumatisiert, gleichzeitig wächst der Bedarf an entsprechenden Unterstützungsangeboten und fachlichen Strukturen.
Den Abschluss des Programms bildete ein Besuch im Ukrainischen Kulturzentrum. Als wichtiger Begegnungs- und Integrationsort für Ukrainerinnen und Ukrainer in Friedrichshafen bot es einen passenden Rahmen, um den Fachaustausch um eine weitere wichtige Perspektive zu ergänzen: die Bedeutung von Gemeinschaft, Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung.
Der Besuch machte deutlich, wie wertvoll der Austausch von Fachwissen und Erfahrungen über Ländergrenzen hinweg sein kann – und wie daraus konkrete Impulse für die Unterstützung traumatisierter Menschen entstehen können.