Freitag, 13. März 2026

Hilfe, die ankommt: Kleinbus für Horishni Plavni

Der Mercedes Kleinbus ist startklar: Sonnenschein, Lachen und fröhliche Gesichter waren im Hof der Feuerwehr Friedrichshafen zu hören und zu sehen, als Oberbürgermeister Simon Blümcke den Mercedes Kleinbus mit Rollstuhlrampe an Werner Nuber, Vorsitzender des Vereins „Brücke nach Horishni Plavni“, übergab.

Zwei Männer an der Rückseite des Busses mit einer Auffahrrampe.
Oberbürgermeister Simon Blümcke übergibt den Kleinbus im Hof der Feuerwache an den Vorsitzenden des Vereins „Brücke nach Horishni Plavni“, Werner Nuber. An Ostern werden Mitglieder des Vereins den Bus in die Ukraine fahren.

Der Kleinbus ist weit mehr als nur ein Fahrzeug – er ist ein sichtbares Zeichen unserer Solidarität mit der ukrainischen Stadt Horishni Plavni. Ausgestattet mit einer Rampe und speziell eingerichtet für den Transport von Menschen mit Gehbehinderungen, kann er gerade jetzt einen wichtigen Beitrag leisten“, betonte Oberbürgermeister Simon Blümcke bei der Übergabe. „In der aktuellen Situation ist ein solches Fahrzeug von unschätzbarem Wert – etwa bei Evakuierungen, für medizinische Fahrten oder beim Transport besonders schutzbedürftiger Menschen. So können wir den Menschen in Horishni Plavni in dieser schweren Zeit ganz konkret Unterstützung und ein Stück Hoffnung geben.

Der neue Mercedes Kleinbus wurde von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) an die Stadt Friedrichshafen übergeben. Damit soll der Bevölkerungsschutz und der Wiederaufbau in kommunalen Partnerschaften in der Ukraine verbessert werden. Mitglieder des Vereins „Brücke nach Horishni Plavni“ werden den Kleinbus an Ostern in das 1.785 Kilometer entfernte Horishni Plavni fahren.

Das Team des Vereins wird begleitet von der deutsch-ukrainischen Fotografin und Filmemacherin Sofia Samoylova, die aus Horishni Plavni stammt und deren Fotoausstellung „Serafima und Jevhen“ nach Ostern im Museum in Horishni Plavni eröffnet wird. Diese Ausstellung war im November 2025 im Ukrainischen Kulturzentrum Friedrichshafen und ist noch bis 27. März 2026 im Rathaus Friedrichshafen zu sehen. 

Solidarpartnerschaft seit 2024

Die Solidarpartnerschaft  mit Horishni Plavni wurde 2024 im Zuge des russischen Angriffskrieges als Zeichen der Mitmenschlichkeit und Solidarität für die Bürgerinnen und Bürger der Ukraine gegründet. Die Zeppelin GmbH ist seit über zwanzig Jahren in der Stadt mit einer großen Niederlassung und einer Werkstatt für die Überholung von Motoren und Getrieben tätig. 

Gemeinsam mit dem Verein „Brücke nach Horishni Plavni“ wurden bereits konkrete Hilfsprojekte für die Bürgerinnen und Bürger aus Horishni Plavni organisiert und erste Kontakte mit den Menschen vor Ort geknüpft. 

„Wir sind sehr froh, dass wir diesen Kleinbus an Ostern zu den Menschen in Horishni Plavni bringen können. Gleichzeitig schauen wir schon nach vorne. Für den Herbst 2026 bereiten wir bereits die nächste Fahrt mit weiteren Fahrzeugen und Hilfsgütern vor“, so Werner Nuber, Vorsitzender des Vereins „Brücke nach Horishni Plavni“.

Informationen zur Stadt Horishni Plavni

Horishni Plavni hat rund 60.000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt in der zentralukrainischen Oblast (Verwaltungsbezirk) Poltawa in der Rajon Krementschuk (Verwaltungseinheit) am zum See aufgestauten Fluss Dnepr. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Stadt liegt auf dem Eisenerzabbau. In Horischni Plavni befindet sich mit sieben Kilometern Länge, drei Kilometern Breite und 400 Metern Tiefe der größte Eisenerz-Tagebau in Europa.