Dienstag, 30. Juni 2026

Für den Ernstfall vorbereitet: Blackout-Vorsorge

Ein länger andauernder, großflächiger Stromausfall, auch Blackout genannt, kann erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben. In dieser Notsituation fehlen Strom, Kommunikationswege und wichtige Dienstleistungen. Die Stadt Friedrichshafen empfiehlt, sich frühzeitig mit grundlegenden Maßnahmen der Notfallvorsorge auseinanderzusetzen.

Kein Strom bedeutet auch: kein Licht, keine Möglichkeit, Geräte mit Akku zu laden, keine Kühlung für den Kühlschrank, keine Heizung, kein Festnetz, kein Internet und nach kurzer Zeit auch keinen Mobilfunkempfang mehr, da die Mobilfunkmasten keinen Strom mehr haben. Dieser Ausfall führt zu einer starken Einschränkung der Kommunikationswege und Informationsbeschaffung.

Für solche Notfälle beginnt die Sicherheit bereits zu Hause, bevor es ernst wird. Die Stadtverwaltung empfiehlt nicht nur Taschenlampen mit Ersatzbatterien oder Kurbeltaschenlampen vorrätig zu haben, sondern auch haltbare Lebensmittel und Getränke für mindestens zehn Tage, einen für die Nutzung in Innenräumen zugelassenen Gaskocher, aufgeladene Powerbanks sowie batterie-, kurbel- oder solarbetriebene Radios, die durch Notstromversorgung eine Zeit lang weiter senden. Wichtig kann im Ernstfall auch eine handschriftliche Liste mit Telefonnummern und Adressen sowie eine Dokumentenmappe mit wichtigen Unterlagen sein.

Fällt der Strom tatsächlich länger aus, sind innerhalb der Stadt drei Notfalltreffpunkte festgelegt, bei denen Ansprechpartnerinnen und Helfer für Fragen zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es eine Notstromversorgung und einen Wasservorrat sowie Aufwärmmöglichkeiten. Die Treffpunkte sind an der Brunnisachhalle in Kluftern, der Ludwig-Roos-Halle in Ettenkirch und am Graf-Zeppelin-Haus in der Innenstadt. 

Sollten die Notrufnummern 110 und 112 nicht mehr erreichbar sein, gibt es in Friedrichshafen sechs 112-Notfall-Leuchttürme. Diese befinden sich an den Feuerwehhäusern. Dort lässt sich ein Notfall melden und es wird Hilfe geleistet. Die Feuerwehrhäuser Friedrichshafen, Ailingen, Ettenkirch, Kluftern, Raderach und Fischbach sind mit diesen Leuchttürmen ausgestattet. 

Aktuelle Informationen gibt es immer unter www.friedrichshafen.de/informiert, eine Blackout-Checkliste finden Interessierte auf der Website der Stadt unter www.friedrichshafen.de/katastrophenschutz.