Mittwoch, 03. April 2019

Vorleseworkshop mit Tina Kemnitz

„WIR – Das Lesestüble unterwegs“ konnte für einen Workshop die Berliner Sprechwissenschaftlerin Tina Kemnitz gewinnen.
Mehrere Personen verschiedenen Alters sitzen auf Stühlen
Eine Gruppe von rund 30 Personen nahm an dem Workshop teil.

Die Teilnehmer waren eine mehr als 30-köpfige bunte Gruppe bestehend aus einigen Senioren der Wohnanlage in Berg, Grundschülern der Grundschule Ailingen mit Außenstelle Berg, Schülern der Realschule Ailingen sowie einigen Organisatoren des Lesestübles. Allen Teilnehmern, vom Grundschul- bis ins Seniorenalter, konnte Frau Kemnitz Freude am Vorlesen vermitteln und so manchen Trick und Kniff verraten. Richtiges Vorlesen beginnt schon bei der Atmung, das durften alle ausprobieren. Um herauszufinden auf welch unterschiedliche Weise man einen Text interpretieren kann, mussten alle auch ein gewisses schauspielerisches Talent zeigen. Eine Anleitung zum richtigen Anbraten eines Stücks Fleisch im Stile eines Fußballreporters vortragen? Ein Gedicht über einen im Wartezimmer Wartenden mal so richtig aggressiv oder auch freudig erregt rüber bringen? Einen ellenlangen Satz aus einem Märchen korrekt mit Pausen vorlesen und dabei noch richtig betonen? Die Teilnehmer gaben alles und waren mit Freude dabei, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Frau Kemnitz bezeichnet sich selbst als Literaturvermittlerin und so durfte am Ende eine Buchvorstellung nicht fehlen. In den vorgetragenen Abschnitten wurde spürbar, wie ein Profi den verschiedenen Figuren durch seine Stimme Charakter verleihen kann.

Das Team des Lesestüble freut sich, dass eine Vielzahl von möglichen Vorlesern nun für ihre Aufgabe noch besser vorbereitet ist. Ein Dank gilt neben der hervorragenden Dozentin Frau Kemnitz der Grundschule Ailingen, der Realschule Ailingen und den teilnehmenden Senioren. Das Lesestüble möchte das generationenübergreifende Vorlesen fördern, was mit dieser Veranstaltung sicher gelungen ist. Der besondere Dank gilt der Stadt Friedrichshafen, die den Vormittag durch Mittel aus dem Förderbudget für bürgerschaftliches Engagement überhaupt erst ermöglicht hat.

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