Montag, 30. September 2019

Kriegsgräber: Aufruf zur Haus- und Straßensammlung

Vom 1. bis 17. November 2019 bittet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. um Ihre Spende für die deutschen Kriegsgräberstätten im Ausland.

In wenigen Wochen jährt sich der Gründungstag des Volksbundes, der 16. Dezember 1919, zum 100. Mal. Ein Jahr war nach dem Ende des Ersten Weltkrieges vergangen. Es gab so viel zu tun! Europa war auch nach Ende dieses Krieges kein Kontinent des Friedens. Innere Wirren erschütterten nicht nur unser Land.

Was die Menschen von damals nicht wissen konnten: Ein weiterer Krieg würde nur 20 Jahre später noch mehr Elend und Tod über den leidgeprüften Kontinent bringen. Vor 80 Jahren begann mit Deutschlands Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg in Europa. Seine Folgen wirken bis heute nach. Nicht mit allen unseren Nachbarländern gibt es ein entspanntes, belastungsfreies Verhältnis.

Wir haben gelernt, mit unserer Geschichte sensibel umzugehen. Wir bemühen uns redlich, sie auch aus der Perspektive anderer Nationen zu betrachten. So schwierig das manchmal ist, so lohnend ist es doch. Die Bereitschaft, zu verstehen und uns zu versöhnen ist elementar für die Wahrung des Friedens.

Auch die Grabpflege dient der Aussöhnung und Heilung von Wunden zwischen ehemaligen Feinden. Der Volksbund arbeitet in 46 Staaten. Gegenwärtig betreut er die Ruhestätten von über 2,7 Millionen deutschen Kriegstoten auf 832 Kriegsgräberstätten.

Breite Anerkennung findet zudem die Jugendarbeit des Volksbundes. Sie ist seit jeher ein geeigneter Brückenbauer internationaler Verständigung. Der Volksbund ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und betreibt seit 1953 als einziger Kriegsgräberdienst eine eigene Jugend- und Schularbeit.

Bitte helfen Sie daher dem Volksbund durch Ihre Spende für die Anlage und Pflege von Kriegsgräberstätten sowie für den Ausbau der Jugendarbeit. Sie tragen so zum Frieden in Europa bei.

Guido Wolf MdL
Minister der Justiz und für Europa
des Landes Baden-Württemberg
Vorsitzender des Landesverbandes

Dr. Sven von Ungern-Sternberg
Regierungspräsident a. D.
Bezirksvorsitzender Südbaden-Südwürttemberg

Aufruf des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.