Freitag, 16. November 2018

Bericht aus der Sitzung vom 7. November

Drei Einwohner nutzten die Ortschaftsratsitzung um Fragen an die Verwaltung zu stellen. Nach der Beratung von drei Baugesuchen stellte das Landschaftsbüro freiraumsüd die Gesamtkonzeption zum Umbau und Erweiterung des Ailinger Friedhofs vor. Im Anschluss informierte OV Schellinger über aktuelle Themen.

TOP 1  Einwohnerfragestunde

Ein Einwohner bittet um Aufstellung eines weiteren Abfalleimers an der Bushaltestelle in der Bodenseestraße.

OV Schellinger dankt für den Hinweis. Das Anliegen wurde bereits der Verwaltung vorgetragen und die Anbringung in Auftrag gegeben.

 

Der Einwohner möchte noch wissen, was es mit den Baggerarbeiten auf der Wiese östlich des Friedhofs auf sich habe und wünscht eine Einfriedung des Friedhofs mit Hecken und niedrigen Bäumen.

OV Schellinger erläutert, dass das Grundstück derzeit auf Kampfmittel untersucht werde, da der Friedhof dort erweitert werden solle. Der Friedhof werde dann auch nach Osten hin eingefriedet, die Bepflanzung stehe noch nicht fest.

 

Eine Anwohnerin der Eschstraße trägt vor, dass vor allem zu Messezeiten der Berufsverkehr in der Bodenseestraße über die Eschstraße umfahren werde. Ein Problem sei dies vor allem im nördlichen Bereich der Eschstraße, da dort gegen die Einbahnstraße gefahren werde. Außerdem werde teilweise die zulässige Geschwindigkeit überschritten.

OV Schellinger dankt für den Hinweis. Man werde mit dem zuständigen Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt Kontakt aufnehmen und eine Lösungsmöglichkeit suchen.

Die Nachmarkierungen von Tempo „30“ auf den Straßen in Ailingen wurde bereits dem Fachamt mitgeteilt.

 

TOP 2  Stellungnahme zu Baugesuchen

2.1     Erweiterung eines Zweifamilienhauses in ein Dreifamilienhaus; Panoramastraße, Flst. 1323/1

Herr Feirer erläutert das Baugesuch. Lt. Stadtplanungsamt sei das Maximum an Erhöhung erreicht, das zweite Obergeschoss aber kein Vollgeschoss und somit genehmigungsfähig.

OV Schellinger ergänzt, dass das Baugesuch zur Innenverdichtung beitrage und die Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten wurden.

Ohne weitere Aussprache ergeht die einstimmige Zustimmung.

2.2     Vereinfachtes Verfahren: Abbruch und Neubau eines landwirtschaftlichen Maschinen- und Geräteschuppens; Kappelhof, Flst. 1402/1

Der Schuppen werde geringfügig vergrößert und von der Kastanie abgerückt, damit diese erhalten werden kann. Anstatt des bisherigen Pultdaches werde ein Satteldach errichtet. Der Bauherr sei privilegiert. Da der Abbruch und Neubau im vereinfachten Verfahren durchgeführt werde, ist eine Abstimmung nicht erforderlich.

2.3     Errichtung von drei Schleppgauben; Bunkhofener Straße, Flst. 1061/1

Herr Feirer stellt das Baugesuch vor, ohne Aussprache ergeht die einstimmige Zustimmung.

 

TOP 3  Friedhof Ailingen

  • Vorstellung der Gesamtkonzeption inkl. Kostenschätzung
  • Vorstellung der Planungen zum 1. Bauabschnitt inkl. Kostenberechnung
  • Beschluss

OV Schellinger begrüßt zu diesem TOP Landschaftsarchitekt Stüber vom Büro freiraumsüd, dessen Büro mit dem Umbau und der Erweiterung des Friedhof Ailingen beauftragt ist. Bereits im Juli hat der Ortschaftsrat dem Vorentwurf die Freigabe erteilt.

Herr Stüber stellt anhand einer Präsentation den Umbau und die Erweiterung vor. Der 1. Bauabschnitt, der im Frühjahr 2019 umgesetzt werden soll, beinhalte die Ergänzung der Urnenstelen im Grabfeld 5 inkl. der Überarbeitung der Kieswege. Außerdem die Ergänzung der Blumenablage sowie Wege im Grabfeld 9 und die Neuordnung der Kindergrabstätten.

Derzeit findet auf der Fläche östlich des bestehenden Friedhofs, also auf der Erweiterungsfläche, eine Kampfmitteluntersuchung statt. Die ferro-magnetische Sondierung am 29.10.2018 ergab 181 Verdachtsmomente. Die Untersuchung soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein.

Mittlerweile liege auch das Bodengutachten vor. Der Boden muss im Bereich der Tief- bzw. Sargrasengräber komplett bis zu einer Tiefe von 2,60 m ausgetauscht werden. Die Wiederverwendung des Bodens auf dem Friedhof ist aufgrund der Beschaffenheit nicht zu empfehlen. Die Baustellenlogistik sei nicht einfach, da viel Masse bewegt werde. Das geschätzte Volumen belaufe sich auf 1.135 cbm.

Das Niederschlagswasser muss über eine Drainage abgeführt werden. Entsprechende Gespräche wurden mit dem Stadtbauamt, Abt. Tiefbau, bereits geführt.

Herr Stüber erläutert die Ergänzung der Urnenstelen. Durch die rückgehende Nachfrage und die vorzeitige Auflösung von Doppelwahlgräbern in Feld 5 biete sich dieses für die Aufstellung von Urnenstelen an. Auf drei aufgelassenen Grabreihen sollen je 5 Stelen mit je 3 bis 4 Kammern errichtet werden. Je Ensemble entstehen 18 Plätze, somit insgesamt 54 Kammern.

Die Stelen werden aus einem Edelstahlkorpus mit Natursteinverblendung bestehen, die Mitglieder des Vorberatenden Ausschusses habe hierzu bereits eine Steinauswahl getroffen. Man habe sich auf den Wachenzeller Dolomit aus Bayern für den Korpus der Urnenstele sowie die Quirrenbacher Grauwacke für die Grabtafeln an den Stelen sowie den Ablagesteinen für die Blumen geeinigt. Ein Muster hat Herr Stüber zur Ansicht dabei.

Im Feld 9 sollen die beiden Teilbereiche der Rasenurnengräber durch einen Weg miteinander verbunden werden. Außerdem soll ein Blumenablagestein errichtet werden. Einer der Steine könne eine Inschrift erhalten.

Außerdem solle das Kindergrabfeld neu geordnet werden und zukünftig einen geschützten Bereich zum Trauern bieten. Geplant ist, dass der Bereich mit einer Hecke eingefasst wird, der Zugang erfolgt bei der Aussegnungshalle.

Die Verwaltung habe die Familien, deren Kindergräber am Weg liegen und die von der Neuordnung betroffen sind angeschrieben, jedoch noch keine Rückmeldungen erhalten. Sollte sich eine oder mehrere Familien gegen die Neuordnung aussprechen, so werde man dies respektieren.

Die Kosten für den 1. Bauabschnitt belaufen sich auf 202.538,- Euro. Die Mittel sind im Haushalt eingestellt. Die Kostenschätzung für den 2. Bauabschnitt belaufen sich auf 780.640,- Euro, die Finanzierung ist nicht geklärt. Die Mittel hierfür müssten für den nächsten Haushalt 2020/2021 angemeldet werden. Die Zuständigkeit liege aufgrund der Summe dann bei den städtischen Gremien.

Der 1. Bauabschnitt könne im Frühjahr 2019 realisiert werden.

Mehrere Fragen des Ortschaftsrat zu den Aufenthaltsbereichen, dem erforderlichen Bodenaustausch im Erweiterungsfeld, der Beschaffenheit der Urnenstelen sowie der Finanzierung des 2. Bauabschnitts wurden durch Herrn Stüber beantwortet.

Nach der Beratung formuliert OV Schellinger den Beschlussvorschlag folgendermaßen:

  1. Der Gesamtkonzeption und Kostenschätzung wird zugestimmt.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Schritte einzuleiten - insbesondere in Bezug auf die Finanzierung.
  3. Der Planung zum 1. Bauabschnitt inkl. Kostenberechnung wird zugestimmt. Die Umsetzung soll wie vorgestellt erfolgen.

Ohne weitere Aussprache ergeht en bloc der einstimmige Beschluss.

 

TOP 4  Verschiedenes und Bekanntgaben

Termine

  • 10.,11,17. + 18.11. - Theateraufführungen der Bühne FN 5

  • 16.11. Auftakt „Wir – das Lesestüble unterwegs“

  • 18.11. Volkstrauertag mit Gedenkveranstaltungen

  • 05.12. nächste OR-Sitzung

Wettbewerbsergebnis der Kreisbaugenossenschaft (KBG) in Ailingen-Berg
OV Schellinger stellt das Wettbewerbsergebnis der KBG vor. Entlang der Grötzelstraße, unterhalb des Bildungshauses, sollen drei Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

Hochwassersicherer Ausbau der Rotach
OV Schellinger berichtet von den Beschlüssen zum  hochwassersicheren Ausbau der Rotach  im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU). Die Planungen hierzu laufen derzeit, der Ausbau betreffe aber erst einmal das Stadtgebiet.
Der Ortschaftsrat bittet, weiterhin das Thema zu verfolgen um auch für Bunkhofen eine Verbesserung zu erreichen.

Zustimmung zum Ortsmittenentwicklungskonzept
OV Schellinger berichtet, dass der PBU dem Ortsmittenentwicklungskonzept zugestimmt habe. Das Stadtplanungsamt wird nun die drei Planungsbüros anschreiben mit der Bitte, ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten, welches dann öffentlich vorgestellt wird.

Seniorennachmittag
OV Schellinger dankt Angelika Wahr und Joachim Seliger für die Organisation und Moderation sowie Peter Mohr an der Lichtkanone und Gabi Pferd und Evi Geisler für den Einlass- und Garderobendienst.

Anliegen aus der letzten Sitzung bzw. Rückmeldungen

Bürgerfragestunde: Markierung „Tempo 30“ in der Schimmelstraße
Wurde dem städt. Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt mitgeteilt mit der Bitte, die Markierung zu erneuern.

Treppe Reinachwehr
Grundsätzlich erfolgt das Begehen eines Waldes auf eigene Gefahr, bei Unfällen haftet nicht der Eigentümer. Bei nachträglich angebrachten Anlagen wie z.B. Treppen besteht eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht. Der Bauhof werde künftig im Frühjahr und Herbst die Treppe kontrollieren und ggf. instand setzen.