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Neujahrsempfang am 13. Januar 2017

Geschrieben am: 19.01.2017

An seinem ersten Neujahrsempfang blickte Ortsvorsteher Georg Schellinger im voll besetzten Gemeindehaus mit einem bebilderten Rückblick auf einige Ereignisse des vergangenen Jahres zurück und stellte Planungen und Gedanken für zukünfte Projekte vor. Hier Auszüge aus der Ansprache:
 
„Gleich zwei Projekte werfen zu Beginn des Jahres ihre Schatten voraus. Nach weniger als zwei Jahren Bauzeit wird Anfang Februar die neue Sporthalle in Ailingen eingeweiht. Mitte März erfolgt dann der Spatenstich für den Neubau des Bildungshauses in Berg. Beide Projekte sind daher exemplarische Beispiele dafür, was die Stadtverwaltung sowie der Gemeinderat mit einem konstruktiven und die Belange der Ortschaft sorgsam prüfenden Ortschaftsrat gemeinsam erreichen können.

Das Thema Bauen und Wohnen wird die Ortschaft auch weiterhin beschäftigen. Ailingen ist eine große Ortschaft und weiterhin im Wachstum begriffen.

Das Neubaugebiet in Berg ist größtenteils bebaut, eine weitere bauliche Entwicklung ist geplant. Unterhalb des Bildungshauses entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus und ein neuer Dorfplatz ist vorgesehen. Außerdem laufen die Planungen für das Neubaugebiet Ittenhausen-Nord. Der Bebauungsplan zum Seehasenfundus und dem Feuerwehrgebäude am Ortseingang von Ittenhausen wurde aufgestellt. Außerdem sollte frühzeitig in die Planungen für den Neubau der Rotach-Halle eingestiegen werden.

Unumstritten ist, dass Wohnraum dringend benötigt wird. Umstritten sind jedoch regelmäßig Neubauvorhaben die genau dazu dienen, den benötigten Wohnraum auch zu schaffen. Durch gestiegenen Lebensstandard und sich verändernde Familiensituationen hat sich der Flächenbedarf je Einwohner in den letzten Jahrzehnten stark erhöht. Wenn man mit offenen Augen durch die Ortschaft fährt, dann wird einem bewusst, hier gibt es noch Potenzial für Neubaumaßnahmen und für Nachverdichtungen. Entscheidend wird sein, eine gewisse Haltung und städtebauliche Philosophie zu entwickeln, die auch von der Bevölkerung getragen werden kann.

Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema ist die Frage, wie das Zusammenleben der verschiedenen Generationen in einer älter werdenden Gesellschaft gestaltet werden kann. Wie kann die Ortschaft auch die steigende Anzahl von zuhause betreuten und gepflegten Menschen und deren Familien unterstützen. In einer Zuzugsregion wie der unseren fehlen bei vielen häufig die familiären Gefüge einer großen Familie. Das gilt umso mehr für die Familien, die aus den Krisenregionen der Welt eine neue Heimat in Deutschland suchen und sich hier dauerhaft niederlassen. Hier sind Stadt und Ortschaft gefordert, eine Vernetzung, Hilfestellungen und die Integration am Wohnort zu ermöglichen.

Dies sind Themen, bei denen das Fachwissen und die Expertise Vieler gebraucht werden und es sind Maßnahmen bei denen sorgsam darauf geachten werden muss, alle verschiedenen Akteure und auch eventuell Betroffene sorgsam mit auf den Weg zu nehmen. Ich bin mir sicher, dass die richtige Balance bei den verschiedenen Maßnahmen gelingen wird und sage zu, dass wir als Ortschaft Ailingen das tun werden, was die Arbeit auch in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hat: Einen guten Weg zu finden um Ailinger Themen zu vertreten und zu begründen und gleichzeitig den gesamtstädtischen Blickwinkel nicht aus den Augen zu verlieren.“

 
Oberbürgermeister Andreas Brand appellierte angesichts der verstörenden und Sorge machenden Nachrichten wie Naturkatastrophen, Krieg und Terror mit Mut, Gemeinschafts- und Bürgersinn, Zuversicht und Schaffenskraft diese Herausforderungen optimistisch und zuversichtlich anzugehen und zu bewältigen. Dieser Neujahrempfang zeige dies eindrucksvoll: den Zusammenhalt, den Gemeinsinn, die Dorfgemeinschaft im besten und wahrsten Sinne des Wortes, sich zugehörig fühlen, verpflichtet zu fühlen, anderen zu helfen und zu unterstützen; mit einem tatkräftigen Ortschaftsrat und einem neuen Ortsvorsteher in Ailingen, der sich einsetze für die Belange der Ortschaft, aber auch einen Blick für das Ganze habe.

Aus seiner Vorjahresrede griff Brand das Thema Flüchtlinge und Asylbewerber auf. Die Zuwanderung hallte an, wenn auch deutlich reduziert gegenüber dem Vorjahr. Die Herausforderung der Integration – diese Herausforderung bleibe auch bei sinkenden Zahlen bestehen und werde das Jahr prägen. Er sei froh um das ehrenamtliche Engagement das viele hier vor Ort leisten und bedankte sich ausdrücklich dafür.

Das Thema Wohnraum bleibe eine große Herausforderung, es werden Wohnungen und Bauplätze in allen Segmenten und Preisklassen gebraucht. Es werde mit Hochdruck beständig daran gearbeitet, Wohnraum zu schaffen.


Ehrungen

Für ihre aktive und noch andauernde Vorstandsarbeit bei der Chorgemeinschaft Liederkranz wurde Iris Baeuchle-Seliger mit der Ailinger Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Von 1993 bis 1998 war sie Kassenprüferin, von 2006 bis 2016 1. Vorsitzende und ist nun als Schriftführerin weiterhin in der Vorstandschaft engagiert. Die Zeit als 1. Vorstand war auch durch große Veranstaltungen und Umbrüche gekennzeichnet. Das 75-jährige Jubiläum des Liederkranzes im Jahr 2009 warf seine Schatten voraus und im Vorfeld wurde ein Projektchor gegründet. Dieser hat sich etabliert und ist seither als Chor „Mundwerk“ bekannt. Auch der ursprüngliche Liederkranz firmiert heute als Chor „Klangvoll“. So wurden unter Iris Baeuchle-Seliger  neue Strukturen innerhalb der Chorgemeinschaft Liederkranz geschaffen, um den Verein auch für die Zukunft gut auszurichten.
Auch in der kath. Kirchengemeinde Ailingen ist sie unter anderem bei der Gestaltung von Wort-Gottes-Feiern und bei der Begleitung von Kommunionkindern aktiv und seit 2015 auch Mitglied des Kirchengemeinderats.

Ebenfalls mit der Ailinger Ehrennadel in Silber wurde Friedrich Wölfle ausgezeichnet. Nachdem er bereits 1980 in den Turnverein eingetreten ist, war er von 1994 bis 1998 stellvertretender Abteilungsleiter der TSG-Abt. Turnen. Von 1998 bis 2014 war Herr Wölfle Abteilungsleiter und von 1994 bis 2014 außerdem Mitglied der erweiterten Vorstandschaft der TSG Ailingen. Mit seiner ruhigen und vorausschauenden Art und Weise hat er über einen langen Zeitraum große Verantwortung innerhalb der TSG Ailingen übernommen und eine große Abteilung geleitet.
Herr Wölfle ist jedoch nicht nur dem Sport zugetan, sondern er ist auch ein begeisterter Sänger. Seit mehr als 25 Jahren hält er bereits dem Kirchenchor St. Johannes in Ailingen die Treue.

Den großartigen musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs gestaltete in diesem Jahr eine Abordnung des Musikvereins Berg.

Wir danken der Pächtergemeinschaft Berg für die Bewirtung und Bianca Knecht für die herrliche Blumendekoration im Gemeindehaus.

Die Rede und die Ehrungstexte von Herrn Schellinger finden Sie hier als pdf-Dokumente zum Herunterladen: