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Am 1. Januar 2016 trat die Wohngeldreform in Kraft

Geschrieben am: 27.01.2016

Seit der letzten Reform des Wohngeldes im Jahr 2009 sind die Wohn- und Lohnkosten kontinuierlich gestiegen. Es fand allerdings bis jetzt keine Anpassung des Wohngeldes statt, weshalb viele Geringverdiener kein Wohngeld mehr erhalten haben. Um einkommens-schwache Haushalte wieder mehr zu unterstützen, trat zum 1. Januar 2016 eine umfassende Wohngeldreform in Kraft.
Das Wohngeld ist ein Zuschuss von Land und Bund zu den monatlichen Wohnkosten, der entweder als Mietzuschuss für den Mieter oder als Lastenzuschuss für den Eigentümer, jeweils für den selbst genutzten Zeitraum, beantragt werden kann.
Einen Anspruch auf Wohngeld haben Menschen, die mit ihrem Einkommen zwar den Lebensunterhalt bestreiten können, jedoch nicht in der Lage sind, die volle Miete bzw. Belastung für Wohneigentum zu bezahlen. Aber nicht jede Miete bzw. Belastung für Wohneigentum kann voll berücksichtigt werden. Es gibt Obergrenzen, welche zum 1. Januar 2016 erhöht wurden. Wer bislang kein Wohngeld bezogen und nur ein geringes Einkommen hat oder dessen Antrag bereits einmal wegen zu hohem Einkommen abgelehnt wurde, hat die Möglichkeit, erneut einen Antrag zu stellen und prüfen zu lassen, ob nach den neuen Voraussetzungen ein Anspruch auf Wohngeld besteht.

Wer bereits Wohngeld erhält, muss keinen Erhöhungsantrag stellen. In jedem laufenden Fall wird automatisch ein neuer Wohngeldbescheid erlassen.

Antragsformulare sind bei der Wohngeldstelle des Amtes für Soziales, Rathaus FN, Adenauerplatz 1, Zimmer 3.03, und bei der Ortsverwaltung Ailingen, Zimmer 5 erhältlich.