Vaterschaft

Vaterschaftsanerkennung

Beschreibung:
Die Vaterschaft kann zu dem Kind einer nicht verheirateten Mutter anerkannt werden, sofern nicht bereits ein Vater durch Anerkennung oder gerichtliche Feststellung wirksam festgestellt worden ist.Eine Anerkennung ist schon vor der Geburt möglich, der Vater kann die Anerkennung nur selbst vornehmen. Die Mutter muss der Vaterschaftsanerkennung zustimmen, sonst wird diese nicht wirksam. Die Anerkennung bedarf auch der Zustimmung des Kindes, wenn der Mutter die elterliche Sorge für das Kind nicht zusteht.

Wird das Kind einer verheirateten Mutter anerkannt, so bedarf die Anerkennung auch noch der Zustimmung des im Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheirateten Mannes. Ein gerichtliches Verfahren zur Anfechtung der Vaterschaft bedarf es dadurch nicht. Ist der anerkennende Vater minderjährig, so bedarf es der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters.

Die Vaterschaft wird mit Wirkung für alle und gegen alle festgestellt. Unwirksam ist eine Anerkennung unter einer Bedingung oder einer Zeitbestimmung.

Die vor der Geburt des Kindes abgegebene Anerkennung kann erst mit der Geburt des Kindes wirksam werden. Die Anerkennung zum Kind einer verheirateten Mutter wird frühestens mit dem Tag der Rechtskraft des Scheidungsurteils wirksam.

Durch die Anerkennung treten verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Vater und Kind mit unterhalts- und erbrechtlichen Folgen ein.

Nachdem die Vaterschaftsanerkennung wirksam geworden ist, können die Eltern beim Jugendamt erklären, gemeinsam die Sorge übernehmen zu wollen.

Ist die Mutter des Kindes Deutsche, so erhält das Kind den Familiennamen seiner Mutter als Geburtsnamen. Die allein sorgeberechtigte Mutter kann dem Kind jedoch mit Zustimmung des Vaters seinen Namen erteilen, dies gilt natürlich auch dann, wenn eine gemeinsame Sorge begründet wurde.

Auch Ausländer können Vaterschaften anerkennen. Die Vaterschaft wird nach dem Recht des Staates anerkannt, dem der Vater angehört.

Über die Voraussetzungen und die Wirkungen einer Anerkennung der Vaterschaft sollten sich die Beteiligten bei einer diplomatischen oder konsularischen Vertretung des jeweiligen Landes beraten lassen.

Das Rechtsverhältnis zwischen dem Kind und seiner Eltern unterliegt nach der Anerkennung weiterhin dem Recht des Staates, in dem das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Gebühren:
Die Vaterschaftsanerkennung ist gebührenfrei.

Benötigte Unterlagen:

  • Personalausweis/Reisepass der Eltern
  • Geburtsurkunde des Vaters, am besten jedoch auch die der Mutter

Kontakt

Frau Birnbaum,Tel. 07541 507-141
Frau Junker, Tel. 07541 507-141
Frau Wölk, Tel. 07541 507-140