Elterngeld

Elterngeld / Erziehungsgeld

Beschreibung:
Mit Wirkung zum 01.01.2007 ist das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit in Kraft getreten. Es löst das bisherige Bundeserziehungsgeldgesetz ab. Für alle Kinder die seit dem 01.01.2007 geboren wurden, wird kein Bundeserziehungsgeld mehr gezahlt, sondern eine einkommensabhängige Förderung: das Elterngeld. Anschließend kann ab dem 13. bzw. 15. Lebensmonat des Kindes Landeserziehungsgeld beantragt werden. Für den Anspruch auf Elterngeld gibt es 4 Voraussetzungen:

  • der betreffende Elternteil muss seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben
  • er muss mit seinem Kind in einem Haushalt leben
  • es selbst betreuen und erziehen und
  • darf nicht voll erwerbstätig sein

Ein Elterteil kann längstens 12 Monate Elterngeld beziehen, Anspruch auf zwei weitere Monate (Partnermonate) besteht nur dann, wenn für zwei Monate eine vor der Geburt des Kindes ausgeübte Erwerbstätigkeit unterbrochen oder auf max. 30 Wochenstunden begrenzt wird und sich dann eine Minderung des Erwerbseinkommen ergibt. Die Aufteilung kann nicht nur abwechselnd sondern auf gleichzeitig genommen werden. Die Entscheidung über die Aufteilung des Bezugszeitraumes ist verbindlich. Alleinerziehende haben Anspruch auf 14 Monatsbeiträge.

Das Elterngeld beträgt mind. 300 EUR. Dieser Mindestbetrag wird auch an Eltern gezahlt, die vor der Geburt nicht gearbeitet haben. Für ein Einkommen über 1000 Euro beträgt das Elterngeld 67% des Nettogehalts (Durchschnitt der letzten 12 Kalendermonate vor der Geburt), der Höchstbetrag liegt bei 1.800 EUR. Für ein Einkommen unter 1.000 Euro erhöht sich der Prozentsatz um 0,1% für je 2 EUR, um die das Einkommen den Betrag von 1.000 Euro unterschreitet. Die Erhöhung kann bis zu 100% gehen.

Das ab der Geburt des Kindes laufend zu zahlende Mutterschaftsgeld wird auf das Elterngeld angerechnet.

Lebt der anspruchsberechtigte Elternteil mit einem weiteren Kind unter 3 Jahren oder mit zwei weiteren Kindern unter 6 Jahren in einem Haushalt, so wird das Elterngeld um 10%, mindestens jedoch um 75 EUR erhöht. Lebt im Haushalt des anspruchsberechtigten Elternteils ein behindertes Kind (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Neuntes Buch des Sozialgesetzbuches), erhöht sich die Altersgrenze für dieses Kind auf 14 Jahre. Der Geschwisterzuschlag entfällt mit Ablauf des Lebensmonats, in dem die jeweilige Altersgrenze erreicht worden ist.

Während des Bezugs von Elterngeld ist eine Teilerwerbstätigkeit zulässig, deren wöchentliche Arbeitszeit im Monatsdurchschnitt 30 Wochenstunden nicht übersteigt.

Bitte beachten Sie die Antragsfrist von drei Monaten.

Zuständig für die Auszahlung des Elterngeldes ist die Landesbank Baden-Württemberg. Weitere Informationen sowie einen Elterngeldrechner finden Sie auf der Internetseite des Familienministeriums.

Anträge auf Eltergeld bekommen Sie im Rathaus, Zimmer 5 im Erdgeschoss. Hier erfolgt auch die persönliche Beratung in Bezug auf die erforderlichen Unterlagen, die dem Antrag beigelegt werden müssen.

Kontakt

Frau Birnbaum,Tel. 07541 507-141
Frau Junker, Tel. 07541 507-141
Frau Wölk, Tel. 07541 507-140